Big Island steckt voller Abenteuer: erlebt Vulkanausbrüche, lauft durch Lavalandschaften, beobachtet Delfine, Wale und andere Meeresbewohner und entspannt an einzigartigen Stränden. Hier findet ihr die größten Highlights und besten Tipps der Insel für eure Reise!
Anreise
Von Honolulu aus erreicht ihr Big Island, die größte Insel von Hawaii, in einer knappen Stunde per Inlandsflug (für 2 Personen ca. 150 EUR).
Big Island hat zwei Flughäfen: Einen Flughafen gibt es in Hilo im Osten der Insel und ein weiterer Flughafen liegt in Kona im Westen. Ihr könnt eure Reise so planen, dass ihr auf einer Seite startet, die Insel erkundet und von der anderen Seite weiterfliegt.
Unterkünfte: Findet die beste Unterkunft
Wir empfehlen euch eine Unterkunft im Osten und eine im Westen zu wählen. So müsst ihr nicht ständig die Unterkunft wechseln und seid möglichst nah an den verschiedensten Aktivitäten.
Tipp: Seid auf Hawai'i nicht zu spontan unterwegs und bucht besser Monate im Voraus, ansonsten wird es schwierig Unterkünfte zu finden, besonders preisgünstige.
Unsere Unterkunft in Hilo (Osten)
In Hilo haben wir die ersten Nächte hier verbracht. Das Bett ist der Wahnsinn – man schläft wie auf Wolken! Je nach Buchung bekommt ihr ein eigenes Zimmer mit oder ohne Bad, dazu gibt es eine Gemeinschaftsküche.
Super praktisch: Vor Ort steht auch eine Waschmaschine bereit, die ihr gegen eine kleine Gebühr nutzen könnt.
Unsere Unterkunft in Kona (Westen)
Diese Unterkunft in Kona war ein echtes Highlight! Neben einem eigenen Zimmer (mit oder ohne eigenem Bad) gibt es einen schönen gemeinschaftlichen Wohnbereich mit Balkon – wir haben uns hier richtig wohlgefühlt.
Wir haben hier das Gemeinschaftsbad gebucht, welches man sich höchsten mit einem weiteren Zimmer teilt. Bei uns war es sogar frei – ein echter Glücksfall.
Aktivitäten & Tipps für euren Besuch auf Big Island





Mauna Kea - der höchste Berg Hawaiis bzw. der Erde (kostenlos)
- Am Gipfel des Mauna Kea habt ihr einen wunderschönen Ausblick über den Wolken. Wirklich atemberaubend ist der Anblick zum Sonnenuntergang. Der ganze Himmel verfärbt sich und ihr könnt sogar Sonnenstrahlen sehen, richtig intensiv und einfach magisch!
- Um zum Gipfel zu fahren, benötigt ihr ein Allrad-Fahrzeug (4x4). Das wird auch streng kontrolliert. Das liegt nicht an der Straße an sich, die ist bis auf einige Gravel-Road Passagen an sich gar nicht tragisch und auch mit 2WD zu meistern. Problematisch ist der Rückweg. Der Weg ist sehr steil und mit einem 4x4 könnt ihr im ersten Gang bergab rollen, ohne die Bremsen stark zu beanspruchen, sodass sie nicht überhitzen. Auf dem Rückweg wird die Temepratur eurer Bremsen überprüft.
- Wir waren um 14 Uhr am Visitor Center, wo alle zunächst eine 30 Minuten Pause einlegen müssen, um sich zu akklimatisieren. Nehmt das ernst, denn die Höhe ist nicht zu unterschätzen!
- 14:30 Uhr: Danach sind wir etwa 30 Minuten zum ersten Parkplatz gefahren, um zum Lake Waiau zu laufen (Hin- & Rückweg insgesamt 1,5 Stunden).
- 16:30 Uhr: Weiterfahrt zum Gipfel (10 Minuten). Hier oben könnt ihr ebenfalls entlang wandern und die schöne Aussicht genießen (45 Minuten einplanen).
- Der Sonnenuntergang war bei uns um 18:15 Uhr und es war schlichtweg atemberaubend! Aber: Es wird richtig kalt! Wir hatten T-Shirt, Merinowoll-Langarmshirt, Jacke und Mütze an. Und als kleiner Backpacker Tipp: Ich habe dicke Socken kurzerhand als Handschuhe zum Sonnenuntergang benutzt. 😀
- Nach dem Sonnenuntergang ging es wieder zum Visitor Center zurück, um den Sternenhimmel zu bewundern. Um 19:30 Uhr gibt es dort eine kostenlose Sternenführung. Das Personal zeigt euch mit Lasern die Sternbilder und erklärt, was ihr sehen könnt. Bei uns waren Venus, Saturn, Jupiter, Mars, der Polarstern und die Milchstraße klar zu erkennen und wir haben sogar einen Satelliten kreisen sehen. Richtig cool! So viele Planeten und Sterne haben wir noch nie gesehen!
- Tipps: Denkt an warme Kleidung, Verpflegung und plant euren Tag gut, damit ihr den Sonnenuntergang nicht verpasst. Wenn ihr keinen 4x4 habt, könntet ihr vor Ort am Visitor Center andere Touristen fragen, ob sie euch mit nach oben nehmen.


Hawaii Volcanoes National Park
- Das Besondere hier ist der aktivste Vulkan der Welt, der Kilauea Vulkan (Halema'uma'u Krater). Mit etwas Glück könnt ihr sogar beim Ausbruch dabei sein. Ein unglaubliches Erlebnis!
- Eintritt 30 USD - der Eintritt gilt für 7 Tage. Ihr könnt also mehrmals wiederkommen, um verschiedene Wanderwege zu laufen oder um den Vulkanausbruch zu beobachten (sofern er denn ausbricht).
- Unser Tipp: Auf YouTube gibt es Livestreams des Vulkans (einfach Kilauea Vulcano eingeben). Verfolgt den Status, damit ihr den Ausbruch nicht verpasst! Solltet ihr Glück haben und einen miterleben, fahrt zum Vulcano House. Hinter dem Hotel habt ihr einen guten Blick auf den Vulkan. Alternativ könnt ihr auch zum Kilauea Overlook Parking fahren.
Im Nationalpark gibt es zwei Parkplätze und verschiedenste Wanderwege. Ihr könnt euch im Besucherzentrum (im Park) beraten lassen oder euch von den Wanderkarten inspirieren lassen. Die Wege sind in unter 2 Stunden und über 2 Stunden eingeteilt. Folgende Wanderwege können wir euch empfehlen:





Kilauea Iki Trail
- Geparkt haben wir am "Kilauea Iki Overlook".
- Euch erwartet hier zunächst ein Weg oben entlang mit Aussicht auf den Krater, bevor er der Weg euch anschließend unten über die Lavalandschaft führt.
- Wir haben 2 Stunden 20 Minuten mit dem Abstecher zum Lavatunnel gebraucht. Den Part kann man unserer Meinung nach aber auch auslassen (Lavatunnel vielleicht 200m lang, der orange beleuchtet ist. Deutlich spannender fanden wir den Lavatunnel der "Kaumana Cave").
- Lauft den Weg gegen den Uhrzeigersinn, dann ist er nicht so anstrengend (auf einer Seite viele Stufen nach unten, auf anderer Seite ein Weg entspannt nach oben)
- Denkt unbedingt an eine Kopfbedeckung, Essen und Trinken







Halema‘uma‘u Trail
- Ein weiterer schöner Weg, der durch eine wunderschöne Pflanzenwelt verläuft. Der Pfad führt euch ebenfalls zum Krater, jedoch an eine andere Stelle.
- Von oben könnt ihr in den Krater vom Kilauea Vulkan sehen (bei unserem Besuch ist er 3 Tage vorher ausgebrochen, sodass wir noch Dampf aufsteigen sehen konnten). Normalerweise kann man unten angekommen noch einen kleinen Abstecher näher zum Vulkan machen, der Pfad war bei uns aufgrund des Ausbruchs allerdings gesperrt.
- Hinweis: Der Weg endet einfach mittendrin. Dann einfach links abbiegen und man läuft zum Parkplatz zurück - ein sehr schöner Weg.
- Wir haben knapp 2 Stunden gebraucht, aber auch eine längere Pause eingelegt, um eine Manguste zu beobachten. 🙂 Also Augen aufhalten.




Kaumana Cave & Rainbow Falls (kostenlos)
Kaumana Cave
- Zu diesem Lava-Tunnel könnt ihr einfach hinfahren und durchlaufen, der Eintritt ist kostenlos.
- Erst könnt ihr durch den Tunnel gehen, später müsst ihr auch stellenweise krabbeln, da dieser immer mal wieder niedriger wird. Insgesamt lauft ihr einen Rundweg, der etwa 30 Minuten dauert.
- Die Höhle ist nicht beleuchtet, daher benötigt ihr eine Kopflampe. Zur Not hilft auch die Taschenlampe vom Handy, dann habt ihr nur nicht beide Hände frei.



Rainbow Falls
- Wenn ihr noch Zeit und Lust habt, gibt es nur 8 Fahrminuten entfernt den "Rainbow" Wasserfall. Hier ist keine Wanderung erforderlich, ihr parkt quasi direkt am Wasserfall.
- Der Name kommt nicht von ungefähr – bei richtiger Sonneneinstrahlung (sonniger Vormittag) könnt ihr am Wasserfall einen Regenbogen entdecken.
- Wenn ihr schon da seid, werft doch oben noch einen Blick auf die besonderen Bäume. Schaut man genauer hin, fällt auf, dass sie alle miteinander verbunden sind.



Punalu'u Beach (Schildkrötenstrand)
- Die Mischung aus schwarzem Sand, sattgrünen Palmen und dem strahlend blauen Himmel ist einfach ganz besonders! Dazu gibt es noch Schildkröten am Strand zu entdecken. Es gibt eine geschützte Zone, in der sich mehrere Schildkröten aufhalten. Aber auch am Strand oder im Wasser könnt ihr vereinzelt welche finden.
- Auch ein guter Ort für Kinder, da es Bereiche gibt, die durch Steine vor den Wellen geschützt sind.
- Ein wirklich schöner schwarzer Sandstrand zum Entspannen, Schwimmen und Beobachten!
Kehena Black Sand Beach (Hippie Strand)
- Dieser Strand hat seine ganz eigene Atmosphäre. Durch den schwarzen Strand mit den Felsen und überhängenden Pflanzen verleiht es dem Strand seine eigene Stimmung. Hier ist FKK verbreitet, rechnet also mit Nackedeis.
- Wir fanden, dass der Strand eher für einen kurzen Besuch geeignet ist, um die Landschaft und Atmosphäre zu erleben. Für mehrere Stunden ist nach unserem Empfinden der zuvor genannte schwarze Sandstrand geeigneter.





Whale Watching Tour
- Kosten: 136 USD pro Person, Tour mit Hawaiian Adventures Kona
- Dauer 3 Stunden, Beginn um 7:00, 11:00 und 15:00 Uhr (die Wale sind zu jeder Zeit aktiv)
- Wir haben super viele Wale gesehen, darunter auch eine Mutter mit zwei Jungtieren! Neben Flossenschlägen hatten wir sogar das Glück Sprünge zu beobachten und einen Wal, der mit dem Kopf senkrecht aus dem Wasser auftauchte. So ein Ausflug ist immer Glückssache, aber unser Erlebnis war sehr beeindruckend!
- Auf dem Rückweg konnten wir zusätzlich noch eine große Gruppe Spinnerdelfine sehen, die direkt vor dem Boot mit geschwommen sind und seitlich in den Wellen gespielt haben. Ehrlicherweise wissen wir nicht welches Tiererlebnis besser war 😀
- Der Ausflug lohnt sich für alle, die Wale noch nie gesehen haben. Habt aber realistische Erwartungen, sie werden wahrscheinlich nicht direkt neben dem Boot in die Höhe springen. 😉



Isaac Hale Park (Heiße Quellen)
- Die Landschaft hier ist sehr beeindruckend: auf der rechten Seite gibt es ganz viele Palmen, auf der linken Seite gibt es nur Vulkangestein und davor ist jeweils das Meer.
- Auf der Landseite gibt es ein großes Becken mit einer natürlichen heißen Quelle. Wenn ihr die Vulkangesteine entlang geht, findet ihr noch eine weitere versteckte kleine heiße Quelle.
- Das Meer ist hier nicht zum Schwimmen geeignet, aber die Landschaft ist wirklich einzigartig und schön anzusehen, allein die Fahrt hierhin ist mega schön!







Mahaiula & Makalawena Beach
- Kurze Wanderung zu zwei schönen beieinanderliegenden Stränden mit der Möglichkeit auf Tierbegegnungen
- Der erste Sandstrand ist das Highlight: Der Mahaiula Beach ist super schön, es gibt viele Palmen, das Meer hat nur wenig Wellengang und mit etwas Glück könnt ihr hier Mönchsrobben, Ziegen und Mangusten beobachten. Außerdem ist es ein unglaublich schöner Spot für den Sonnenuntergang!
- Geht ihr etwa 15 Minuten weiter, folgt der Makalawena Beach. Ein Strand mit super feinem, weichem Sand. Durch die vielen Felsen im Wasser ist es hier weniger zum Schwimmen geeignet.
- Achtung: Die Straße zum Parkplatz ist wirklich nur mit 4x4 erreichbar und in einem sehr schlechten Zustand. Ihr könnt aber auch weiter oben parken und eine gute halbe Stunde zum ersten Strand laufen.
- Anfahrt zum "Kekeha Kai State Park" per Google Maps / Maps.me
Kua Bay (türkisfarbene Bucht)
- Nur 2 Minuten vom Parkplatz entfernt, erwartet euch eine Bucht mit mega leuchtend türkisfarbenem Wasser.
- Der Einstieg ins Wasser ist durch die Wellen und Felsen etwas herausfordernd. Hier gibt es keinen klassischen Strand, ihr haltet euch eher auf Felsen auf und nutzt den schmalen Sandstreifen als Einstieg ins Wasser.
- Hier könnt ihr euch in den Wellen austoben und mit etwas Glück in der Ferne Wale beobachten.
- Es gibt Outdoor-Duschen zum Abwaschen vom Salzwasser 🙂 lieben wir!



Polulu Valley (Lookout)
- Ihr könnt hier "nur" die Aussicht vom Viewpoint genießen oder zusätzlich eine Wanderung nach unten zum Strand unternehmen.
- Der Weg dauert etwa eine Stunde (20 Minuten nach unten, 40 Minuten zurück)
- Unterwegs könnt ihr schöne Aussichten auf die Klippen und den Strand genießen. Unten angekommen erwartet euch der schwarze Sandstrand, allerdings ohne großes Highlight.


Hapuna Beach
- Perfekt, wenn ihr einen klassischen Strand mit einfacher Anfahrt sucht
- Großer Parkplatz, aber Eintritt kostet 10 USD pro Auto und 5 USD pro Person am Parkautomat.
- Es kann sehr voll werden – besonders am Wochenende!



Two Step Beach – Delfine beobachten
- Es gibt einen kostenpflichtigen Parkplatz. Besser vorher kostenlos am Straßenrand parken und zum Meer laufen
- Euch erwartet kein klassischer Strand, sondern schwarzes Vulkangestein.
- Der Schnorchelplatz hat nur wenig verschiedene Fischarten, allerdings kommen oft Delfine hierher. Wir hatten Glück und konnten eine Gruppe von etwa 50 Delfinen beobachten! Sie kamen plötzlich von allen Seiten angeschwommen. Wichtig: Die Delfine ruhen sich hier aus, bitte haltet Abstand und seid rücksichtsvoll.
- Achtet auf die Beschilderung, es gibt nur einen offiziellen Einstieg ins Meer.
- Unbedingt korallenfreundliche Sonnencreme verwenden, um Haut und Unterwasserwelt zu schützen!
Sonstige Aktivitäten
- Wenn ihr bummeln möchtet, eignet sich diese Straße. Hier gibt es viele schöne Läden mit Souvenirs und Kleidung.
- Nur eine Straße entfernt, findet ihr auch den Hilo Farmers Market (am besten bei den Einheimischen nachfragen, wann er stattfindet).
Fazit: Warum ihr Big Island auf Hawaii besuchen solltet
Big Island hat unglaublich viel zu bieten! Ihr könnt durch faszinierende Vulkanlandschaften wandern, schöne Aussichtspunkte genießen, im Meer schwimmen oder schnorcheln und sogar Walen und Delfinen begegnen. Es gibt so viel zu entdecken und dazu ist es die günstigste Insel Hawaiis! Wenn ihr nach Hawaii reist, dann solltet ihr euch diese Insel definitiv nicht entgehen lassen.